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Computertomographie (Mehrzeilen-Spiral-CT)

Die Computertomographie ist im Prinzip eine Weiterentwicklung der Röntgenuntersuchung. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden Röntgenbilder erzeugt, die ein leistungsfähiger Computer in Schichtbilder umwandelt. Daher stammt auch der Begriff Computertomographie, er setzt sich aus den griechischen Wörtern tomós (Schnitt) und gráphein (Schreiben) zusammen. Die Computertomographie ist bei bewegten Strukturen nicht so artefaktbelastet wie die Kernspintomographie.

Die Computertomographie als modernes bildgebendes Verfahren kann bei vielen Fragestellungen eingesetzt werden. In der Computertomographie führen wir die Untersuchung in einem modernen Mehrzeilen-Spiral-CT (Somatom Volume Access von Siemens) durch.


Indikationen

Indikationen und Kontraindikationen der Computertomographie:

Die Computertomographie kann Knochengewebe besonders gut darstellen und ermöglicht durch die gute Kontrastabstufung eine klare Unterscheidung von Gewebearten wie Fett, Muskel und Knochen. Deswegen kann sie in der Medizin auch sehr vielseitig eingesetzt werden.

Es können einzelne Körperteile untersucht werden, wie Schädel, Nasennebenhöhlen, Wirbelsäule, Oberbauch, Thorax und Gelenke.

Wenn möglichst viele Informationen benötigt werden, z.B. um Tumormetastasen zu finden, kann ein Ganzkörper-CT durchgeführt werden.

Weiterhin wird im orthopädischen Bereich die Skelett-Computertomographie eingesetzt. Mit ihr werden Bandscheibenvorfall, Knochenbrüche oder Osteoporose untersucht. Die Osteoporose-Messung ist in der Computertomographie eine sehr genaue und im Verlauf gut zu vergleichende Messung. Zur Beurteilung schwieriger knöcherner Verhältnisse eignet sich die Computertomographie sehr gut; wir fertigen dort eine 3D-Oberflächen-Darstellung der betroffenen Region an.

Kontra-Indikationen sind, wie bei jeder anderen Röntgenaufnahme:

• eine Schwangerschaft bis zum dritten Schwangerschaftsmonat
• die Gabe jodhaltigen Kontrastmittels bei Überfunktion Schilddrüse
• eine bekannte Jod-Kontrastmittel-Allergie
• eine eingeschränkte Nierenfunktion
• z.B. ein Plasmazytom

Eine weitere relative Kontraindikation ist die Strahlenbelastung in Bezug auf das Alter der Patienten, so daß man bei jüngeren Patienten eher auf eine Kernspintomographie zurückgreift.

CT des Schädels

In der heutigen Diagnostik wird die Computertomographie des Schädels hauptsächlich zum Ausschluß von frischen, intracerebralen Blutungen durchgeführt. Bei Zoonosen und anderen parasitären Erkrankungen werden mit der Computertomographie Verkalkungsstrukturen nachgewiesen.

Weitere Indikationen für eine CT des Schädels:

• Gehirntumoren
• Gehirnödeme (Wasseransammlungen)
• Schlaganfall
• Unfallbedingte Verletzungen wie einem Schädelbruch

CT NNH

Hilfreich ist auch die Computertomographie bei der Darstellung von knöchernen Prozessen. Zur Diagnostik von akuten und chronischen Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen, ist die Computertomographie die geeignete Untersuchung.

CT der Wirbelsäule

Fall Sie eine Untersuchung der Halswirbelsäule haben oder Sie wegen eines Bandscheibenvorfalls schon operiert wurden, wird nach der ersten Bildserie eine zweite nach Injektion eines Kontrastmittels in eine Armvene vorgenommen. Um prae-operativ Retrospondylosen sowie degenerative Veränderungen der kleinen Zwischenwirbelgelenke und verkalkte Bandscheibenprolapse nachzuweisen, ist die Computertomographie das Mittel der Wahl. Das Post-Myelographie-CT ist nach wie vor der goldene Standard zur Beurteilung des Spinalkanals. Eine weitere Indikation ist die Abklärung von knöchernen Prozessen im Bereich der Wirbelkörper bzw. zur Beurteilung der Stabilität der Wirbelkörper.

Aber auch Frakturen oder eine Arthrose kann bei der Untersuchung klar erkannt werden.

CT des Bauches

Im Bereich des Oberbauches, vor allem im Bereich der Leber und des Pankreas ist die Computertomographie eine sehr gute, wenig artefakt-gestörte und überlagerungsfreie Untersuchung, bei der man die Dichte von der Leber von pathologischen Leberprozessen bestimmen kann sowie auch sehr gut feine Verkalkungen des Pankreas bei einer chronischen Pankreatitis zu Darstellung kommen.

Bei der Auffindung von Gallenblasen-, Nieren-, Harnleiter- und Blasen-Steinen sowie anderen Verkalkungen, ist die Computertomographie die beste Methode.

Um den Magen-Darm-Trakt besser abzugrenzen, wird vor der Untersuchung ein bariumhaltiges Kontrastmittel in Form einer Trinklösung verabreicht.

CT der Lunge und des Thorax

In der Beurteilung der Lungenstruktur sowie der Hili ist die Computertomographie noch immer die beste Methode. Gute Beurteilung des Mediastinums und der Mediastinal-Organe.

Als Screening-Methode bieten wir die low-dose Untersuchung der Lunge an, die mit einer sehr geringen Röntgenstrahlendosis, die etwa der eines Rö-Thorax entspricht und nur 12 sek. dauert. Diese Untersuchung hat wesentlich mehr Aussagekraft, als eine Thorax-Aufnahme in zwei Ebenen und bietet vor allem auch eine diagnostische Beurteilung der Lungenzeichnung.

Das Calzium-Scoring-Programm des Herzens zeigt Verkalkungen der Herzkranzgefäße und die damit einhergehende Abschätzung des Herzinfarkt-Risikos, ist eine gute Anwendung der modernen Mehrzeilen-Computertomographie. Hilfreich ist auch die Computertomographie bei komplizierten Brüchen oder Absprengungen in gelenksnähe, z.B. im Handgelenk, im Bereich des Fußes, der Schulter und der Hüfte. Hier sind die 3D-Rekonstruktionen sehr anschaulich.

CT der Gelenke

Die knöchernen Strukturen der Gelenke lassen sich mit einer CT sehr gut darstellen.


Häufig gestellte Fragen

Was heißt CT?
Die Computertomographie wird auch kurz nur CT genannt. Die Computertomographie ist im Prinzip eine Weiterentwicklung der Röntgenuntersuchung. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden Röntgenbilder erzeugt, die ein leistungsfähiger Computer in Schichtbilder umwandelt.

Ist eine computertomographische Untersuchung schädlich?
Die modernen CT-Geräte benötigen sehr wenig Strahlung,so daß die Belastung mit Röntgenstrahlung viel geringer ist als früher. Zudem regeln die Geräte immer automatisch auf die geringstmögliche Dosis ab.

Sind Kontrastmittel schädlich?
Kontrast mittel werden in der Regel gut vertragen. 97% der Patienten haben überhaupt keine Nebenwirkungen. Ein manchmal auftretendes Wärmegefühl geht schnell vorbei. Sollten bei einem Patienten Nebenwirkungen auftreten, sind wir für alle Eventualitäten gerüstet. Vor der Untersuchung wird auf jeden Fall das Thema besprochen. Sollte ein Unverträglichkeit vorliegen, kann die Untersuchung auch ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.